Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK), Bundesverband rechtswissenschaftlicher Fachschaften (BRF), Deutscher Anwaltverein (DAV), Deutscher Juristinnenbund (djb) und Neue Richtervereinigung (NRV) haben in einer gemeinsamen Erklärung anlässlich der Bundestagswahl Reformen in der juristischen Ausbildung gefordert. Sie fordern die Bundesregierung auf, sich der Herausforderungen in beiden Phasen der juristischen Ausbildung anzunehmen und gemeinsam mit den Ländern und den Verbänden wirksame Lösungen zu implementieren, um die juristische Ausbildung zukunftsfähig zu gestalten.

Aus ihrer Sicht muss auch die juristische Ausbildung ihren Beitrag dazu leisten, dass der Rechtsstaat sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts resilient und selbstbewusst stellen kann. Sie sollte Jurist:innen befähigen, Recht kritisch zu hinterfragen und gesellschaftlich einzuordnen. Unter Berücksichtigung dieser und weiterer Herausforderungen bedarf die aktuelle Konzeption der juristischen Ausbildung nach Ansicht der Verbände einer Umgestaltung, um zukunftsfähig zu werden. Insbesondere in den Bereichen demographischer Wandel, Digitalisierung und Diversität sehen die Verbände Nachholbedarfe, die ein zügiges und konsequentes Handeln der Politik erforderlich machen. Die Lösungen sollten ergebnisoffen erarbeitet sowie in enger Abstimmung mit den Interessenvertretungen und unter Berücksichtigung der neuesten Forschung zur juristischen Ausbildung entwickelt werden.

Der Erklärung haben sich auch der Afro-Deutsche Jurist:innen e.V., der Legal Tech Verband Deutschland, das Netzwerk Multikultureller Jurist*innen (NMKJ), sowie der Postmigrantische Jurist:innenbund (PMJB) angeschlossen.


Weiterführender Link:
Gemeinsame Erklärung der juristischen Verbände v. 20.2.2025